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Ver- und Entsorgung im Bau – mit Recycling-Baustoffen und Naturstein aus Mecklenburg-Vorpommern

28.04.2026

Baustoffe anliefern und gleichzeitig alle Abfälle entsorgen: Komplettlösungen entlasten Tief- und Straßenbau erheblich, sorgen für sichere und planmäßige Abläufe und helfen, Kosten einzusparen. Für Baustellen mit unterschiedlichsten Abfällen (auch Sonderabfällen wie asbestkontaminierte Böden) greifen die Standorte der Entsorgungsgesellschaft mbH für Mecklenburg-Vorpommern, kurz EMV, wie feine Zahnrädchen ineinander. Im Nordosten und für Bauprojekte in ganz Deutschland. Die Koordination übernehmen Doris Bredemeier und Konstantin Roux als eingespieltes Führungsduo in der Niederlassungsleitung.


Sanierung von Fabrikgeländen bis hin zu Deichen im Naturschutzgebiet

Die EMV stellt im Gebiet Mecklenburg-Vorpommern, aber auch deutschlandweit, die zuverlässige Entsorgung von Abfällen, vor allem Bau- und Abbruchabfällen sowie Sonderabfall, sicher. Sowohl ungefährliche als auch gefährliche Abfälle werden zur Aufbereitung sowie Behandlung übernommen. An vier Standorten – von Bargeshagen über Rostock und Peez bis Güstrow – steht das Team Kunden und Maklern aus Industrie, Bauwirtschaft und Schifffahrt ebenso wie Privatpersonen mit einem sehr breiten Annahmespektrum, vielen Spezialfahrzeugen sowie Containerdienst und Umleersystemen zur Seite. Gemessen an der Anzahl ihrer Mitarbeitenden, der Größe des Fuhrparks sowie den vorhandenen Annahmekapazitäten zählt die EMV zu den leistungsvielfältigsten Standorten von REMONDIS Industrie Service in Deutschland.

Die Entsorgungsgesellschaft mbH für Mecklenburg-Vorpommern ist Partner verschiedener Bauprojekte in Deutschland, insbesondere bei der Altlastensanierung von Bestandsgebäuden, Bauhöfen und Fabrikgeländen sowie bei Arbeiten im Straßen- und Gleisbau. Darüber hinaus arbeitet die hanseatische Gesellschaft langjährig im Bereich der Renaturierung. Beispielsweise in Naturschutzgebieten, wo Deiche wieder aufgebaut werden, die durch Erosion und Abtragung des Gesteins beschädigt wurden.

Konstantin Roux, der die Standorte in Rostock und Peez leitet, beschreibt den Service: „Im Tief- und Straßenbau können wir sämtliche Ver- und Entsorgungsleistungen abdecken. Schadstoffbelastete Abfälle werden in unsere Anlage nach Bargeshagen gebracht, Bauabfälle oder Holz holen wir direkt über unseren Containerdienst ab. Unbelastete mineralische Abfälle gehen nach Peez, wo sie wiederaufbereitet werden. Gleichzeitig liefern wir verschiedene Qualitäten an Baustoffen an, sei es Recyclingmaterial für Unterbaustoffe oder, etwa in Wasserschutzgebieten, auf Natursteinbasis. Dieses Komplettpaket wird von unseren Kunden gern genutzt: Sie profitieren von einem zentralen Ansprechpartner, verkürzten Transportwegen, da wir Abfälle auf dem Rückweg der Baustofflieferung direkt mitnehmen, und einer einfachen und direkten Kommunikation.“

Die Aufbereitung von mineralischen Abfällen zu Recyclingmaterialien (RC-Materialien) ist eine Spezialisierung der EMV. Neben RC-Material erwerben viele Kunden aber auch Naturstein-Produkte. „Im letzten Jahr haben wir etwa 60.000 Tonnen an Straßenbaustoffen hergestellt, an Recycling-Baustoffen ungefähr 30.000 Tonnen.”

Im Werksverkauf in Peez können Privatpersonen zertifizierte Recyclingbaustoffe direkt vor Ort kaufen. Ebenso viele weitere Baustoffe, zum Beispiel Sande aus dem Kieswerk oder Schotter- und Splitt-Qualitäten direkt aus dem Steinbruch. Öffnungszeiten Werksverkauf

Abfalltrennung auf Baustellen – möglich und kostensparend

Wenig überraschend: Auf Baustellen in Deutschland fallen häufig auch große Mengen an Baumischabfällen an. Obwohl es gesetzlich vorgeschrieben ist, werden diese oft nicht getrennt. Das muss allerdings nicht so sein, wie die Praxis zeigt: Die EMV sorgt durch eine fachkundige Beratung von Bauleitern und Einkäufern sowie mit einer starken Präsenz auf der Baustelle dafür, dass die Abfälle bereits am Anfallort sorgfältig getrennt werden. „Wir erklären zum Beispiel, dass Sandstein nicht mit Ziegelstein vermischt wird oder Gipskarton nicht als Pappe zu entsorgen ist. Je größer die Baustelle ist, desto häufiger sind wir da, manchmal sogar zweimal pro Woche“, so Roux. Projekte, die die EMV aktuell in der Region mit ganzheitlichem Abfallmanagement betreut, sind unter anderem der Neubau eines Theaterhauses, die Erweiterung des öffentlichen Verwaltungsgebäudes und ein Hochhauskomplex in Rostock.

"Wir bieten Entsorgungskonzepte an und sind direkt vor Ort, um die Abfälle zu begutachten und gegebenenfalls zusätzliche Container für verkürzte Wege aufzustellen. Die Trennung der Abfälle durch passende Sammelsysteme erfolgt stets im Sinne des Kunden: Für ihn ist es kosteneffizient und uns erleichtert es anschließend das Recycling oder die Verwertung."

Konstantin Roux, Niederlassungsleiter EMV 

Mit Effekt: Der Baumischabfall, der in den EMV-Anlagen ankommt, ist in der Regel bereits so gut getrennt, dass kaum noch Material für eine stoffliche Verwertung enthalten ist. Dies zeigt, dass die Abfalltrennung auf den Baustellen effektiv umgesetzt wird. Auch gefährliche Brandabfälle fallen hin und wieder an, berichtet Doris Bredemeier, die den Sonderabfall-Standort in Bargeshagen seit fast vier Jahren leitet. Das liegt am schadstoffbelasteten Löschwasser, das die Abfälle verunreinigt. „In der Praxis führt eher eine Kontamination als ein Fehlwurf an der Baustelle dazu, dass ein sonst ungefährlicher Abfall zu einem gefährlichen Abfall wird.”

Zur Person: Doris Bredemeier

  • Niederlassungsleiterin des EMV-Sonderabfall-Standorts Bargeshagen mit 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Studium im Bereich Umwelt- und Ingenieurwesen in Rostock
  • Leiterin eines Unternehmens für Kompostierung, Düngemittelherstellung und Erdenwerk
  • bei der EMV als Betriebsleiterin eingestiegen

Zur Person: Konstantin Roux

  • Niederlassungsleiter der EMV-Standorte Rostock, Peez und Güstrow mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Schwerpunkte: Entsorgung mineralischer Abfälle und ungefährlicher Abfälle, Containerdienst, Schrott-Ankauf, Sanierung von Flächen von Altlasten, Abbrüche von schadstoffbelasteten Gebäuden
  • Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel
  • als Disponent bei der EMV eingestiegen

Wenn gefährliche Abfälle im Spiel sind

So wie Baumischabfälle können auch mineralische Abfälle schadstoffbelastet sein. Manche Chargen enthalten Schwermetalle, andere krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aus Teerklebern, Dachpappen oder Holzschutzmitteln. Je nach Art und Höhe der Belastung schreibt die Deponieverordnung eine genaue Vorgehensweise für die Behandlung und Beseitigung vor. „Im Bereich der Flächensanierung gibt es häufig sogenannte Verdachtsflächen, zum Beispiel in Hafengebieten oder auf ehemaligen Fabrikgeländen. Dort finden wir in der Regel kontaminierten Untergrund. Auch Beton kann PAK-belastet sein oder Asbest enthalten – solche Abfälle bekommen wir regelmäßig. Üblicherweise lassen unsere Kunden zunächst eine Analyse durch ein akkreditiertes Labor erstellen, auf deren Grundlage wir das weitere Vorgehen festlegen. Die Entsorgung erfolgt dann über unseren Standort in Bargeshagen, wo rund 90 Mitarbeitende die Annahme, Analyse, Konditionierung, das Recycling und die Verwertung oder die Beseitigung von Sonderabfällen übernehmen”, berichtet Bredemeier.

Sonderabfälle sind eine Begleiterscheinung moderner Industriegesellschaften. Häufig wird unterschätzt, wie präsent diese Abfallarten im Alltag sind.

„Die Bürger sind immer wieder erstaunt, dass sie zahlreiche Sonderabfälle im Haushalt haben – etwa Leuchtstoffröhren, Glühbirnen, Haarspray oder Reinigungsmittel. Bei der Entsorgung fallen all diese Materialien in die Kategorie Sonderabfall. Erfreulicherweise gibt es inzwischen viele Recyclingverfahren, die eine Kreislaufführung auch von Sonderabfall ermöglichen. Besonders bei Batterien, Leuchtstoffröhren, Feuerlöschern und Altölen gibt es bereits sinnvolle Entsorgungswege, was die sichere Rückgewinnung und Verwertung betrifft.”

Doris Bredemeier, Niederlassungsleiterin EMV.

Gefahrstoffe und Sonderabfälle, für die aufgrund ihres Schadstoffgehaltes kein Recycling infrage kommt, behandelt die EMV in Bargeshagen für die thermische Verwertung oder für die Deponierung. „Bei uns prüft ein Laborteam aus fünf Mitarbeitern mit einem promovierten Chemiker, der als Leiter der Abfallkontrolle alle eingehenden Abfälle und entscheidet, welche Materialien wir in unseren Anlagen annehmen dürfen”, so Bredemeier. Oft seien bei der Sonderabfallentsorgung auch kurzfristige Lösungen gefragt. „Dafür sind wir dank eines äußerst lösungsorientierten Teams gut aufgestellt. Kürzlich musste ein Kunde 60 Kubikmeter gefährliches Abwasser innerhalb von 48 Stunden entsorgen. Wir haben unsere Logistik angepasst, umdisponiert und den Abfall im vorgegebenen Zeitfenster abgeholt.”

Dank dieser Flexibilität ist die Entsorgungsgesellschaft mbH für Mecklenburg-Vorpommern auch in das Havarie-Management des Landkreises Rostock eingebunden. Auch bei Einsätzen am Abend oder in der Nacht reagiert das Notfall-Team sofort. Aus dem Rostocker Hafen werden regelmäßig Abfälle übernommen, wobei manchmal mehrere Saugwagen gleichzeitig im Einsatz sind. „Ganz gleich, ob gefährlich oder ungefährlich – wir sorgen dafür, dass alles fachgerecht entsorgt wird“, fasst Konstantin Roux zusammen.

Exkurs: Welche Veränderungen hat die Ersatzbaustoffverordnung gebracht?

Was die Baubranche und auch die Abfallbranche bewegt, ist die Ersatzbaustoffverordnung. Sie trat am 1. August 2023 als Kernpunkt der Mantelverordnung in Kraft und legt bundesweit einheitliche Anforderungen für Herstellung, Qualität und Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe fest. Vor allem sollte sie Bewegung in den Einsatz von Recyclingbaustoffen bringen. „Ziel war es, mehr Materialien, die früher deponiert wurden, dem Recycling zuzuführen. Das entspricht der Realität. Bei einem Betonrecycling beispielsweise erfolgt im Anschluss eine Analyse nach der Ersatzbaustoffverordnung. Die Belastungsgrenzen dort sind teilweise höher angesetzt als zuvor nach den bindenden LAGA-Vorgaben. Dadurch kann ein größerer Anteil des Materials ins Recycling gehen”, erklärt Roux.

Demgegenüber kritisieren Branchenverbände und Fachleute den deutlich gestiegenen bürokratischen Aufwand für Bauverantwortliche und Planungsbüros: In der Praxis liegen die Kosten für die erforderlichen Analysen zum Einsatz von Recycling-Baustoffen inzwischen zwei- bis dreimal so hoch, so dass sich deren Einsatz nur bei größeren Mengen lohnt. Folglich schreiben Bauherren zunehmend Natursteinmaterial aus, um sich nicht mit der Thematik der Recycling-Baustoffe auseinandersetzen zu müssen. Besonders bei kleineren Mengen ist die Nachfrage nach RC-Materialien geringer – eine Entwicklung, die nicht das Ziel der Ersatzbaustoffverordnung war.

Mineralische Bau- und Abbruchabfälle bilden mit rund 200 bis 210 Mio. Tonnen pro Jahr den mit Abstand größten Abfallstrom in Deutschland. Das Recycling und der Wiedereinsatz dieser Materialien als mineralische Ersatzbaustoffe sind daher von zentraler Bedeutung, um den Weg in eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft zu finden.

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Bildnachweise: REMONDIS


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