Regeln

Nur Wörter mit 2 oder mehr Zeichen werden akzeptiert.
Maximal 200 Zeichen insgesamt.
Leerzeichen werden zur Trennung von Worten verwendet, "" kann für die Suche nach ganzen Zeichenfolgen benutzt werden (keine Indexsuche).
UND, ODER und NICHT sind Suchoperatoren, die den standardmäßigen Operator überschreiben.
+/|/- entspricht UND, ODER und NICHT als Operatoren.
Alle Suchbegriffe werden in Kleinschreibung umgewandelt.

Abfallarten – Entsorgung gefährlicher Abfälle

Düngemittel­reste richtig entsorgen

Andere Bezeichnungen: Dünger, Düngemittel, Düngemittel­reste, Rest­dünger, Dünger­rückstände, Düngemittel­rückstände, Altdünge­mittel, Altdünger, Flüssig­dünger, Mineral­dünger

Düngemittel sind für die moderne Agrar­wirtschaft unerlässlich. Je nach Anbauform und Erzeugnis kommen verschiedene Arten von Düngern zum Einsatz, darunter sowohl klassischer Dung wie Gülle und Jauche als auch synthetische Düngemittel. Neben ihrer Eigenschaft als wichtige Nährstoff­quellen für Nutzpflanzen bergen sie gleichwohl diverse Gefahren für Mensch und Umwelt in sich. Häufige Inhaltsstoffe wie Ammonium­nitrat sind brand­beschleunigend und explosiv, Stickstoff und Phosphor sowie unterschiedliche Schwermetalle können unter anderem Gewässer und Böden belasten. Viele Dünger­reste, die regelmäßig am Ende einer Saison anfallen, gelten daher als gefährlicher Abfall. Lagerung, Sammlung, Transport und Entsorgung haben deshalb nach entsprechenden Sicherheits­anforderungen zu erfolgen.


Abfall-Beispiele oder -Herkunft

  • Landwirtschaft und Ackerbau: Reste von mineralischen und organischen Dünge­mitteln sowie nicht mehr benötigte oder überlagerte Dünger
  • Garten- und Landschafts­bau: Reste von Rasen-, Pflanzen-, Langzeit- und Spezial­düngern aus Pflege- und Dünge­arbeiten
  • Gärtnereien und Baumschulen: Überschüssige oder nicht mehr verwendbare Dünge- und Nährstoff­präparate aus der Pflanzen­produktion
  • Gewächshaus- und Gemüsebau: Reste von Flüssig­düngern, Nähr­salzen und angesetzten Dünge­lösungen
  • Düngemittel­herstellung und -handel: Produktions­rückstände, Fehl­chargen, beschädigte Gebinde sowie nicht mehr verkehrs­fähige Dünge­mittel
  • Kommunale Grünflächen und Sport­anlagen: Reste von Rasen- und Pflege­düngern aus der Unterhaltung von Parks, Sport­plätzen und öffentlichen Grün­anlagen
  • Privathaushalte: Alte oder nicht mehr benötigte Blumen-, Garten-, Rasen- und Pflanzen­dünger

Abfallschlüsselnummer(n) (einschließlich gefährlicher Abfälle)

Je nach Düngemittel wird die entsprechende AVV-Nummer zugeordnet:

  • 020108* – Abfälle von Chemikalien für die Land­wirtschaft, die gefährliche Stoffe enthalten
  • 020109 – Abfälle von Chemikalien für die Land­wirtschaft mit Ausnahme derjenigen, die unter 020108 fallen
  • 061002* – Abfälle (aus HZVA von stickstoff­haltigen Chemikalien, aus der Stickstoff­chemie und der Herstellung von Dünge­mitteln), die gefährliche Stoffe enthalten
  • 061099 – Abfälle a. n. g.

Reich durch Vogel­exkremente: Der mikronesische Inselstaat Naoero (Nauru) wurde in den 1970ern, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, zum reichsten Land der Welt. Grund hierfür war ein einzigartiges Phosphat­vorkommen: Millionen von Seevögeln hatten hier in Tausenden von Jahren buchstäblich ganze Berge daraus ausgeschieden. Ein gewaltiger Schatz, denn das nahezu reine Phosphat­gestein war (und ist bis heute) ein wesentlicher Grundstoff für die Herstellung von Phosphor­dünger. In den 1990ern ging das Phosphat auf Nauru schließlich zur Neige – und mit ihm der sagenhafte Reichtum der Insel.

Düngerreste aus Landwirtschaft und Düngemittelherstellung entsorgen

In Landwirtschafts­betrieben, Gärtnereien und Baum­schulen kommen große Mengen an Dünge­mitteln zum Einsatz. Entsprechend umfangreich sind auch die Dünger­vorräte. Je nach Art und Lager­bedingungen sind Dünger jedoch nur begrenzt lagerfähig und können mit der Zeit an Qualität beziehungsweise Nährstoff­gehalt einbüßen. Auch bei Verklumpung, Schimmel­bildung, Schädlings­befall oder anderen erkennbaren Veränderungen müssen Dünge­mittel entsorgt werden. Weitere Dünger­reste fallen in der Düngemittel­produktion in der chemischen Industrie an. REMONDIS Industrie Service sammelt, transportiert und entsorgt diese Düngemittel­reste als zugelassener Entsorgungs­fachbetrieb. Ein Teil der Düngerreste wird Spezial­verfahren zugeführt, in denen Nährstoffe wie Phosphor oder Ammoniak zurückgewonnen und wieder für die Düngemittel­herstellung genutzt werden können. REMONDIS Industrie Service organisiert Sammlung, Transport und Zuführung zu diesen Verwertungs­wegen.


Wo kann man Düngerreste aus dem Haushalt entsorgen?

  • Dünger­reste niemals in den Abfluss geben!
  • Restentleerte Verpackungen über den Verpackungs­müll entsorgen.
  • Flüssige und feste Düngemittel­reste bei der Schadstoff­annahme abgeben: Wertstoffhof, Schadstoff­mobil

Als langjähriger Entsorgungs­partner für Industrie und Landwirtschaft kümmert sich REMONDIS Industrie Service um die Sonderabfall­entsorgung von Agrar­betrieben. Neben Dünger­resten übernehmen und entsorgen wir auch alle weiteren Sonder­abfälle wie etwa Werkstatt­abfälle aus der Wartung von Land­maschinen.

Entsorgung von Düngerresten: Weitere Informationen

  • Umweltbundesamt: Düngemittel. Link
  • RETERRA: Hand in Hand mit der Natur. Und mit unseren Kunden. Link
  • Fraunhofer IGB: Rückgewinnung von Nährstoffen aus Reststoffströmen zur Herstellung von Düngemitteln. Link

Bildnachweis: xyz


Standorte Unternehmen

Mit einem Klick bestens im Bilde. Informieren Sie sich über unsere Unternehmensstandorte und die jeweiligen Angebote sowie Kontaktmöglichkeiten.

Standorte REMONDIS Industrie Service


Standorte REMONDIS-Gruppe

Entdecken Sie die Welt von REMONDIS mit rund 1.500 Niederlassungen und Beteiligungen in über 30 Staaten Europas, Afrikas, Asiens und Australiens.

Standorte REMONDIS