Regeln

Nur Wörter mit 2 oder mehr Zeichen werden akzeptiert.
Maximal 200 Zeichen insgesamt.
Leerzeichen werden zur Trennung von Worten verwendet, "" kann für die Suche nach ganzen Zeichenfolgen benutzt werden (keine Indexsuche).
UND, ODER und NICHT sind Suchoperatoren, die den standardmäßigen Operator überschreiben.
+/|/- entspricht UND, ODER und NICHT als Operatoren.
Alle Suchbegriffe werden in Kleinschreibung umgewandelt.

Standorte Unternehmen

Mit einem Klick bestens im Bilde. Informieren Sie sich über unsere Unternehmensstandorte und die jeweiligen Angebote sowie Kontaktmöglichkeiten.

Standorte REMONDIS Industrie Service


Standorte REMONDIS-Gruppe

Entdecken Sie die Welt von REMONDIS mit rund 1.500 Niederlassungen und Beteiligungen in über 30 Staaten Europas, Afrikas, Asiens und Australiens.

Standorte REMONDIS

Abfallarten – Entsorgung gefährlicher Abfälle

Sickerwässer sicher entsorgen

Andere Bezeichnungen: Sickerwasser, Deponie­sickerwasser/-wässer, Sickerwasser aus Abfall­deponien, (belastetete) Deponie­wässer, Deponat

Wenn Niederschlags­wasser (oder auch Eigenfeuchte) durch Abfälle auf Deponien sickert, nimmt es (wasserlösliche) Stoffe auf. Dabei entstehen sogenannte Sickerwässer. Je nach Zusammen­setzung der deponierten Abfälle können diese Wässer unter anderem organische Verbindungen, Schwermetalle, Stickstoff­verbindungen oder langlebige Chemikalien wie PFAS enthalten. Wegen dieser möglichen Schadstoff­belastungen sind Sickerwässer in der Regel als gefährlicher Abfall einzustufen. Um Böden, Grundwasser und Oberflächen­gewässer zuverlässig zu schützen, müssen sie daher gesammelt und gegebenenfalls in Spezial­verfahren behandelt werden, bevor sie in kommunale Kläranlagen oder in Gewässer eingeleitet werden dürfen.


Abfall-Beispiele oder -Herkunft

  • Siedlungs­abfall­deponien (DK I/II): Deponie­sicker­wasser aus Deponien für Hausmüll und vorbehandelte Siedlungs­abfälle
  • Deponien für mineralische Abfälle (DK 0): Sicker­wasser aus Deponien für Bauschutt, Boden­aushub und andere mineralische Abfälle
  • Deponien für gefährliche Abfälle (DK III): Sicker­wasser aus Deponien für industrielle Reststoffe und Sonderabfälle
  • Altdeponien und Altablagerungen: Sicker­wasser aus stillgelegten oder historischen Deponien mit unbekannter oder heterogener Abfall­zusammen­setzung
  • Abfall­behandlungs­anlagen und Deponie­infra­struktur: Drainage- und Sammel­wässer aus Deponie­sicker­wasserleitungen, Sicker­wasser­becken sowie aus Anlagen zur Abfall­behandlung oder Deponie­wasser­behandlung

Abfallschlüsselnummer(n)

Sickerwässer gelten häufig als gefährlicher Abfall und müssen entsprechend gesammelt und behandelt werden:

  • 190702* – Deponie­sicker­wasser, das gefährliche Stoffe enthält
  • 190703 – Deponie­sicker­wasser mit Ausnahme desjenigen, das unter 190702 fällt

Achtung bei erhöhter Leitfähigkeit: Um die Wasser­qualität von Sicker­wässern zu prüfen, wird unter anderem deren elektrische Leitfähigkeit gemessen. Der Grund: Diese hängt vom Salzgehalt ab. Stoffe wie Chlorid, Sulfat, Ammonium, Natrium, Kalium, Calcium oder Magnesium machen Wasser leitfähiger. Leitet das untersuchte Sicker­wasser also besonders gut elektrischen Strom, ist das also ein Hinweis darauf, dass es auch besonders schadstoff­belastet ist.

Deponie­sickerwässer korrekt entsorgen

Deponie­sickerwässer können je nach Herkunft eine Vielzahl gelöster Schadstoffe enthalten, darunter biologisch schwer abbaubare organische Verbindungen wie PAK, Stickstoff­verbindungen, Salze, Schwermetalle oder auch PFAS. Für Deponiebetreiber stellt die korrekte Aufbereitung dieser kontaminierten Wässer daher eine anspruchsvolle Aufgabe dar. REMONDIS Industrie Service unterstützt Kommunen und andere Deponie­betreiber mit umfassenden Lösungen für den Umgang mit Deponie­sickerwasser – von der Analytik und Bewertung über Sammlung und Transport bis zur geeigneten Behandlung und Entsorgung.

Da Sickerwässer zu den am schwierigsten aufzubereitenden Abfallarten zählen, erfordert ihre Behandlung besonderes Know-how und spezielle Techniken. Bei REMONDIS Industrie Service werden in verschiedenen Spezialverfahren Schadstoffe erfolgreich aus dem Wasser entfernt, so dass dieses anschließend wieder sicher in die Kanalisation oder Gewässer eingeleitet werden kann. Abgeschiedene Stoffe (einschließlich PFAS) werden im Rahmen einer thermischen Behandlung beseitigt.

Mit Hilfe hoch­moderner Spezial­verfahren bereitet REMONDIS Industrie Service selbst stark belastete Deponie­sicker­wässer wieder auf und verhindert so Schadstoff­einträge in die Umwelt. Jetzt beraten lassen

Weiterführende Informationen zur Entsorgung von Deponie­sicker­wasser

  • REMONDIS Industrie Service: Forschung und Innovation für Mensch und Umwelt. Link
  • Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA): Mitteilung 28: Technische Regeln für die Überwachung von Grund-, Sicker- und Oberflächenwasser sowie oberirdischer Gewässer bei Deponien. Link

Bildnachweis: Diy13, iStock