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Standorte REMONDIS

Abfallarten – Entsorgung gefährlicher Abfälle

PFAS Chemikalien entsorgen

Andere Bezeichnungen: PFOS, PFC, PFT, PFAA, PFOA, PFHxA, PFHxS, PFHpA, PFHpS, PFBA, PFBS, PFNA, PFOSA, PFPeA, PFDA, per- und poly­fluorierte Alkyl­substanzen, Per- und Poly­fluoralkyl­substanzen, Fluor­chemikalien, Fluor­kohlen­stoffe, fluorierte Tenside, Fluortenside, C8-Chemikalien, C6-Chemikalien, Ewigkeits­chemikalien, Teflon, Scotchgard, Gore-Tex

Per- und polyfluorierte Alkyl­substanzen (PFAS) sind hitzebeständig, chemisch extrem stabil sowie teils wasserlöslich und zugleich wasser- und fettabweisend. Aufgrund dieser Eigenschaften sind sie bis heute in vielen Produkten nur schwer wegzudenken. Sie finden Gebrauch in Antihaft­beschichtungen, Imprägnierungen, Korrosions­schutz­mitteln, Löschschäumen, Tensiden, Kosmetika, Farben, Textilien, medizinischen Geräten, Lebensmittel­verpackungen und mehr. Zahlreiche PFAS stehen jedoch in Verdacht, Krebs und andere schwere Krankheiten hervorzurufen. Gleichzeitig reichern sie sich zunehmend in der Umwelt an. Aus diesen Gründen schränkt die EU die Verwendung der „Ewigkeits­chemikalien“ immer weiter ein. Dies zieht eine Zunahme an teils gefährlichen PFAS-haltigen Abfällen nach sich, für die umweltgerechte Entsorgungs­lösungen gefunden werden müssen.


Abfall-Beispiele oder -Herkunft

  • Brandbekämpfung: Löschschäume, kontaminierte Ausrüstung und Bauteile
  • Textilien-, Lederindustrie: imprägnierte Kleidung, kontaminierte Schlämme
  • Papier- und Verpackungs­industrie: fettabweisende Verpackungen, Deinking-Schlämme
  • Industrie, chemische Industrie: Polymerisations­abfälle, Prozess­abwässer, Spülwasser
  • Labore: PFAS-haltige Standard­lösungen, kontaminierte Filter
  • Automobilindustrie: Fluor­polymer­teile, Additive
  • Bauwesen: Beschichtungen, Dichtmassen
  • Elektronik: Leiterplatten, Kabel­isolationen, Chemikalien
  • Medizin: beschichtete Instrumente, Implantatteile
  • Kosmetik: wasserfeste Mascara, Lippenstifte & Foundations mit fluor­haltigen Filmbildnern
  • Haushalte: antihaft­beschichtetes Kochgeschirr, Outdoor-Kleidung, selbst­imprägnierende Sprays
  • Abfall/Abwasser: Klärschlamm, Aktivkohle, Deponie­sickerwasser

Abfallschlüsselnummer(n)

PFAS-haltige Abfälle gehören zu den gefährlichen Abfällen

  • 150110* – Verpackungen, die Rückstände gefährlicher Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind
  • 161001* – wässrige flüssige Abfälle, die gefährliche Stoffe enthalten
  • 160121* – gefährliche Bauteile mit Ausnahme derjenigen, die unter 160107 bis 160111, 160113 und 160114 fallen
  • 160504* – gefährliche Stoffe enthaltene Gase in Druckbehältern (einschließlich Halonen)
  • 170204* – Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind
  • 170409* – Metallabfälle, die durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind

Unkaputtbar und weltweit unterwegs: PFAS stecken nicht nur in zahlreichen Produkten, sondern mittlerweile auch nahezu überall im Wasserkreislauf. In Deutschland fand etwa der BUND 2025 verschiedene per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen in 42 von insgesamt 46 bundesweiten Trinkwasser-Stichproben. Die „Ewigkeits­chemikalien“ sind jedoch nicht allein in Menschennähe vorzufinden. Langkettige PFAS sind schon seit einigen Jahren in Gewässern, Sediment und Organismen der Arktis und sogar Antarktis nachweisbar.

Entsorgungsstrategien für PFAS-haltige Abfälle

Die Verwendung von PFAS wird von der EU sukzessive eingeschränkt. Nach den bereits bestehenden Verboten von PFOS und PFHxS betrifft dies demnächst auch PFAS in Feuerlösch­schäumen und -konzentraten, Textilien (sowie Leder und Pelzen) in Kleidungen, Schuhen, Gemischen und Kosmetika. Seit 2026 bestehen außerdem Grenzwerte für PFAS im Grundwasser. Zugleich wird aktuell ein fast vollständiges Verbot der langlebigen Chemikalien von der Europäischen Chemikalien­agentur (ECHA) geprüft.

Für sämtliche verbotene sowie alle übrigen PFAS-haltigen gefährlichen Abfälle bietet REMONDIS Industrie Service einen sicheren Entsorgungsweg. Dies beinhaltet gleichwohl Laboranalysen (z. B. von Böden) zur Prüfung, ob PFAS enthalten sind oder nicht. Um vorhandene PFAS vollständig zu extrahieren zu und zu neutralisieren, befinden sich derzeit verschiedene Entsorgungs­strategien in der Entwicklung. REMONDIS Industrie Service priorisiert die Forschung und Erprobung geeigneter Verfahren an verschiedenen Standorten in Deutschland. Dazu gehört etwa die Behandlung PFAS-haltiger Abwässer in angepassten Verdampfer-Anlagen. Das hierbei entstehende PFAS-haltige Konzentrat wird anschließend in einer Sonderabfall­verbrennungs­anlage bei hohen Temperaturen thermisch behandelt.

Mittels Hoch­temperatur­verbrennung können Ewigkeits­chemikalien wie PFAS sowie Dioxine, Furane oder PCBs unter kontrollierten Bedingungen thermisch behandelt werden, so dass sie nicht mehr unkontrolliert in die Umwelt gelangen können. REMONDIS Industrie Service entwickelt überdies umwelt­freundliche Verfahren, die unter anderem Abwässer erfolgreich von PFAS und anderen Chemikalien trennen. Mehr zur thermischen Behandlung

Wo kann man PFAS-Abfälle aus dem Haushalt entsorgen?

Aufgrund der Vielfalt PFAS-haltiger Abfälle gibt es nicht den einen Entsorgungsweg. Stattdessen richtet sich die Entsorgung nach der Art des jeweiligen Abfalls:

  • Textilien über Altkleider­sammlung entsorgen
  • Beschichtete Pfannen und Töpfe über Wertstoffhof (oder ggf. Wertstofftonne) entsorgen
  • Imprägnierungs­mittel bei Gefahrstoff­annahme abgeben: Wertstoffhöfe, Schadstoffmobile

PFAS-Entsorgung: Weitere Informationen

  • REMONDIS Industrie Service: Chemikalien entsorgen. Link
  • REMONDIS Industrie Service: 2025 bei REMONDIS Industrie Service: Fortschritte in Technik, Innovation und Logistik. Link
  • Abfallmanager Medizin: Feuerlöscher fachgerecht entsorgen. Link

Bildnachweis: timmy, iStock


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