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Abfallarten – Entsorgung gefährlicher Abfälle
Andere Bezeichnungen: PFOS, PFC, PFT, PFAA, PFOA, PFHxA, PFHxS, PFHpA, PFHpS, PFBA, PFBS, PFNA, PFOSA, PFPeA, PFDA, per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, Fluorchemikalien, Fluorkohlenstoffe, fluorierte Tenside, Fluortenside, C8-Chemikalien, C6-Chemikalien, Ewigkeitschemikalien, Teflon, Scotchgard, Gore-Tex
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind hitzebeständig, chemisch extrem stabil sowie teils wasserlöslich und zugleich wasser- und fettabweisend. Aufgrund dieser Eigenschaften sind sie bis heute in vielen Produkten nur schwer wegzudenken. Sie finden Gebrauch in Antihaftbeschichtungen, Imprägnierungen, Korrosionsschutzmitteln, Löschschäumen, Tensiden, Kosmetika, Farben, Textilien, medizinischen Geräten, Lebensmittelverpackungen und mehr. Zahlreiche PFAS stehen jedoch in Verdacht, Krebs und andere schwere Krankheiten hervorzurufen. Gleichzeitig reichern sie sich zunehmend in der Umwelt an. Aus diesen Gründen schränkt die EU die Verwendung der „Ewigkeitschemikalien“ immer weiter ein. Dies zieht eine Zunahme an teils gefährlichen PFAS-haltigen Abfällen nach sich, für die umweltgerechte Entsorgungslösungen gefunden werden müssen.
Abfall-Beispiele oder -Herkunft
Abfallschlüsselnummer(n)
PFAS-haltige Abfälle gehören zu den gefährlichen Abfällen:
Unkaputtbar und weltweit unterwegs: PFAS stecken nicht nur in zahlreichen Produkten, sondern mittlerweile auch nahezu überall im Wasserkreislauf. In Deutschland fand etwa der BUND 2025 verschiedene per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen in 42 von insgesamt 46 bundesweiten Trinkwasser-Stichproben. Die „Ewigkeitschemikalien“ sind jedoch nicht allein in Menschennähe vorzufinden. Langkettige PFAS sind schon seit einigen Jahren in Gewässern, Sediment und Organismen der Arktis und sogar Antarktis nachweisbar.
Die Verwendung von PFAS wird von der EU sukzessive eingeschränkt. Nach den bereits bestehenden Verboten von PFOS und PFHxS betrifft dies demnächst auch PFAS in Feuerlöschschäumen und -konzentraten, Textilien (sowie Leder und Pelzen) in Kleidungen, Schuhen, Gemischen und Kosmetika. Seit 2026 bestehen außerdem Grenzwerte für PFAS im Grundwasser. Zugleich wird aktuell ein fast vollständiges Verbot der langlebigen Chemikalien von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) geprüft.
Für sämtliche verbotene sowie alle übrigen PFAS-haltigen gefährlichen Abfälle bietet REMONDIS Industrie Service einen sicheren Entsorgungsweg. Dies beinhaltet gleichwohl Laboranalysen (z. B. von Böden) zur Prüfung, ob PFAS enthalten sind oder nicht. Um vorhandene PFAS vollständig zu extrahieren zu und zu neutralisieren, befinden sich derzeit verschiedene Entsorgungsstrategien in der Entwicklung. REMONDIS Industrie Service priorisiert die Forschung und Erprobung geeigneter Verfahren an verschiedenen Standorten in Deutschland. Dazu gehört etwa die Behandlung PFAS-haltiger Abwässer in angepassten Verdampfer-Anlagen. Das hierbei entstehende PFAS-haltige Konzentrat wird anschließend in einer Sonderabfallverbrennungsanlage bei hohen Temperaturen thermisch behandelt.
Mittels Hochtemperaturverbrennung können Ewigkeitschemikalien wie PFAS sowie Dioxine, Furane oder PCBs unter kontrollierten Bedingungen thermisch behandelt werden, so dass sie nicht mehr unkontrolliert in die Umwelt gelangen können. REMONDIS Industrie Service entwickelt überdies umweltfreundliche Verfahren, die unter anderem Abwässer erfolgreich von PFAS und anderen Chemikalien trennen. Mehr zur thermischen Behandlung
Aufgrund der Vielfalt PFAS-haltiger Abfälle gibt es nicht den einen Entsorgungsweg. Stattdessen richtet sich die Entsorgung nach der Art des jeweiligen Abfalls:
Bildnachweis: timmy, iStock