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26.11.2025
Fette und Öle finden über den Abwasch und die Spülmaschine immer wieder ihren Weg in die Kanalisation. Was in kleinen, haushaltsüblichen Mengen noch vertretbar ist, kann bei einem größeren Fettaufkommen zu erheblichen Schäden an Kanalisation und Umwelt führen. Aus diesem Grund sind Gastronomiebetriebe, Hotels, Cafeterien, Mensen und Kantinen sowie Teile der Lebensmittelindustrie dazu verpflichtet, Fettabscheider zu verwenden. REMONDIS Industrie Service hilft mit seinem Abscheiderservice dabei, dass Bratfett und Speiseöl sicher entsorgt werden und somit dem Abwasser fernbleiben.
Fettreste in der Pfanne oder auf dem Teller wirken auf den ersten Blick harmlos, werden in der Kanalisation jedoch zum Problemfall. Unter den kühlen Wassertemperaturen erhärtet Öl und verbindet sich zusammen mit anderen Festkörpern zu sogenannten Fettbergen. Diese sind nicht nur eklig anzuschauen, sondern werden auf Dauer so riesig, dass sie komplette Kanalisationsschächte verstopfen. Gelangt das Fett in Belüftungsrohre, kann es deren Funktionstüchtigkeit beeinträchtigen, was wiederum zu üblem Geruch führt. Darüber hinaus entstehen beim Zersetzen des Fetts durch Bakterien aggressive Fettsäuren, die Schächte und Rohre angreifen. Dies fördert zugleich die Schwimmschlamm- und Schaumbildung, was zahlreiche Folgeprobleme wie zusätzliche Verstopfungen und einen gestörten Klärungsprozess nach sich zieht. Gelangen Speisefette und -öle wiederum über die Kanalisation ins Grundwasser, gefährden sie zum Teil ganze Ökosysteme. Ein Liter Öl reicht aus, um einen Kubikmeter Wasser zu verunreinigen.
„Schäden durch Fette und Öle lassen sich mithilfe von Fettabscheidern und einer sachgerechten Entsorgung vermeiden. REMONDIS Industrie Service schützt Kanalisation und Umwelt mit einem umfassenden Abscheiderservice. Gastronomie- und Hotelbetriebe sowie Lebensmittelproduzenten erhalten dabei auf Wunsch alles aus einer Hand – von der Beratung zum richtigen Abscheidersystem über Wartung und Reinigung der Abscheider bis zur umweltfreundlichen Verwertung der Fettabfälle als Biokraftstoffe.”
Nadine, Vertriebsinnendienst REMONDIS Industrie Service
Welche monströsen Ausmaße Fettriesen annehmen können, wenn Speisefette und anderer Abfall verbotenerweise über den Abfluss entsorgt werden, zeigte sich etwa 2017 in London. Damals verstopfte ein 250 Meter langes und 130 Tonnen schweres Fettgebilde die Kanalisation der britischen Hauptstadt. Neben Unmengen an Fett bestand dieser Koloss, der über Wochen abgetragen werden musste, aus Wischlappen, Windeln und Kondomen. Auch in Deutschland kämpfen Städte und Kommunen gegen solche Fett-Hygieneartikel-Gemische. Hamburg Wasser, der Wasserversorger der Hansestadt Hamburg, verzeichnete etwa 2022 mehr als 387 Einsätze zur Befreiung von verstopften Pumpen. Darin hatten sich „Zöpfe” aus Feuchttüchern festgesetzt, die sich mithilfe von Speisefett gebildet hatten. Die Kosten beliefen sich auf über 230.000 Euro. Berlin zählte 2015 noch rund tausend vergleichbare Einsätze und Mehrkosten in Höhe von einer Million Euro.
Um die Abwasserinfrastruktur und die Ökosysteme vor den Belastungen durch Speiseöle und -fette zu schützen, sind Fettabscheider unerlässlich. Für jede gewerbliche Küche sowie viele Lebensmittelbetriebe besteht eine Fettabscheiderpflicht. Die Anlagen müssen gemäß DIN 4040-100 regelmäßig kontrolliert, entleert, gewartet und gereinigt werden. Zudem darf das Abwasser, das vom betreffenden Betrieb am Übergabeschacht in die Kanalisation gelangt, bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Letztere richten sich nach der jeweiligen Abwassersatzung der Kommunen und variieren deutschlandweit ungefähr zwischen 100 und 300 Milligramm lipophiler Stoffe pro Liter.
Anschaffungskosten und betrieblicher Aufwand für Fettabscheider sind hoch, weshalb der Zwang zum Betrieb solcher oft als lästig empfunden wird. Eine unsachgemäße Nutzung (beispielsweise unzureichende Wartung, Leerung) oder gar ein Verzicht auf eine Abscheideranlage haben jedoch schwerwiegende Konsequenzen – auch für die Betreiber selbst. Behörden können über komplexe Analyseverfahren sehr genau nachverfolgen, woher die Fette in der Kanalisation stammen. Je nach Abwassersatzung kann die komplette Abwassereinleitung vorübergehend untersagt werden. Kosten für eventuelle (Umwelt- und Kanalisations-) Schäden und deren Beseitigung trägt der Grundstückseigentümer. Werden Umweltauflagen nicht eingehalten, drohen zudem Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro.
Regelmäßige Kontrollen, Wartungen, Leerungen und Reinigungen der Fettabscheider sind die Grundvoraussetzung für einen effektiven Schutz vor Fetten und Ölen in Umwelt und Kanalisation. REMONDIS Industrie Service übernimmt auf Wunsch all diese Aufgaben sachgerecht und sicher und kümmert sich um eine umweltfreundliche Entsorgung und Verwertung der Abscheiderinhalte.
Bildnachweis: REMONDIS