REMONDIS Industrie Service als Teil der Energiewirtschaft
25.02.2025
Kaum ein Thema polarisiert derzeit so sehr wie Energie. Die aktuell sehr hohen Energiepreise bedeuten eine enorme Belastung für die Wirtschaft, insbesondere für energieintensive Bereiche wie die Industrie. Forderungen nach günstigen Energiequellen werden immer lauter. Zugleich war das letzte Jahr jedoch erneut das heißeste seit Beginn der Temperaturaufzeichnung – und das zum zehnten Mal in Folge. 2024 wurde außerdem erstmalig die kritische Schwelle von 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellem Niveau überschritten. CO2-neutrale Energiequellen wie erneuerbare Energien gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung. REMONDIS Industrie Service ist Teil dieser Energiewende.
Ausbau erneuerbarer Energien schreitet voran
Alles in allem ist der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland durchaus positiv zu bewerten. Neuesten Daten des Umweltbundesamts (bzw. der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik – AGEE-Stat) zufolge leisteten die Erneuerbaren zuletzt (2023) bereits einen beträchtlichen Beitrag zur deutschen Energieversorgung. Das gilt insbesondere für die Stromerzeugung. Mehr als die Hälfte des erzeugten Stroms (52,5 Prozent – laut Destatis sogar 56 Prozent) kam demnach aus erneuerbaren Quellen – ein beachtlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (46,3 Prozent). Mit 28 Prozent (Destatis: 31 Prozent) stellte die Windkraft den wichtigsten Energieträger dar.
Im Bereich Wärme und im Verkehrssektor fiel der Anteil erneuerbarer Energien allerdings wesentlich geringer aus. Bei der Wärmeerzeugung kamen die Erneuerbaren lediglich auf 17,7 Prozent, im Verkehr sogar nur auf 7,5 Prozent. Insgesamt deckten die Erneuerbaren mit rund 502 Milliarden Kilowattstunden 21,6 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland ab, wodurch etwa 249 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden wurden. Bis zum EU-Klimaziel von 42,5 Prozent im Jahr 2030 ist es jedoch noch ein weiter Weg.
REMONDIS Industrie Service ist Teil der Energiewirtschaft
Auch REMONDIS Industrie Service ist Teil der Energiewirtschaft. In unseren Sonderabfallverbrennungsanlagen werden gefährliche Abfälle, die für eine stoffliche Verwertung nicht infrage kommen, thermisch verwertet. Dabei wird Wärme, Dampf und – mittels Kraft-Wärme-Kopplung – auch Strom erzeugt. Während ein Teil der elektrischen Energie dem Betrieb der Anlagen dient, wird der überschüssige Strom ins Stromnetz eingespeist. Große Photovoltaik-Anlagen auf den Sonderabfallverbrennungsanlagen sorgen für zusätzliche Energie, die ebenfalls den lokalen Netzen zugutekommen. Darüber hinaus produzieren wir aus diversen Gefahrstoffen wie etwa Lösemitteln, Chemikalien, Lack- und Farbabfällen und vielem mehr Ersatzbrennstoffe (EBS) mit einem nicht unerheblichen biogenen Anteil für Zementwerke und andere Industrieanlagen.
„Mit unseren Sonderabfallverbrennungsanlagen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur sicheren Entsorgung gefährlicher Abfälle. Gleichzeitig nutzen wir die bei der Verbrennung entstehende Energie zur Erzeugung von Strom und Wärme.“
Chiara, Leitung Vertriebsinnendienst
Sonderabfallverbrennung: Erzeugung von Strom und Wärme als Nebenprodukt
Viele gefährliche Abfälle können aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften mit heutigen Behandlungsverfahren nicht stofflich recycelt werden. Um Schadstoffe sicher aus dem Wirtschaftskreislauf auszuschleusen, ist die Sonderabfallverbrennung ein wichtiger Teil der Kreislaufwirtschaft. Die bei der thermischen Verwertung entstehende Energie kann dann zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden – ein positives Nebenprodukt der notwendigen Verwertung nicht recycelbarer Sonderabfälle im Sinne der Abfallhierarchie.
Mehr Unabhängigkeit durch Energie aus regionalen Quellen
Die thermische Abfallbehandlung hat gegenüber herkömmlichen fossilen Brennstoffen noch einen erheblichen Vorteil: Während letztere oftmals teuer importiert werden müssen, stammen die thermisch verwerteten Abfälle größtenteils aus der Region. Damit ist die Energiegewinnung aus der Sonderabfallverbrennung unabhängig von globalen Lieferketten mit einem geringeren Logistikaufwand verbunden, was wiederum CO2 zusätzlich einspart.
Beispiele für unsere Stromerzeugung in Zahlen (2024)
REMONDIS Industrie Service GmbH, Niederlassung Melle
- Gesamtertrag: 86.260,05 kWh
- Eigenverbrauch: 62.957,78 kWh
- Anteil des PV-Strom am Strombedarf des Standorts: 22 %
REMONDIS Industrie Service GmbH & Co KG, Niederlassung Recklinghausen
- Gesamtertrag: 22.743,31 kWh
- Eigenverbrauch: 10.124,95 kWh
- Anteil des PV-Strom am Strombedarf des Standorts: 32 %
REMONDIS Industrie Service GmbH & Co KG, Niederlassung Gemünden
1. Anlage
- Gesamtertrag: 73.343 kWh
- Einspeisung ins Netz: 67.718,606 kWh
2. Anlage
- Gesamtertrag: 40.478 kWh
- Einspeisung ins Netz: 36.464,152 kWh
REMONDIS SAVA GmbH in Brunsbüttel
- Gesamtertrag Strom: 20.085.000 kWh
- Eigenverbrauch Strom: 15.770.041 kWh
TRV Thermische Rückstandsverwertung GmbH & Co. KG in Wesseling
Erzeugte Menge an Dampf
- 17,5 bar Dampf 163.450 t
- 3,5 bar Dampf 8.819 t
A-R-S-tec GmbH, Niederlassung Neu-Ulm
- Einspeisung ins Netz: 7.040,052 kWh
REMONDIS Industrie Service GmbH & Co KG, Niederlassung Neu-Ulm
- 2 PV-Anlagen: Erzeugte und eingespeiste Strommengen zusammen 51.109,72 kWh
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