Abfall-Beispiele oder -Herkunft
Abfallarten – Entsorgung gefährlicher Abfälle
Gase in Druckbehältern: Sichere Handhabung und Entsorgung
Andere Bezeichnungen: Druckgasbehälter, Gasflasche, Gaskartusche, Flüssiggas, Propangas, Butangas, Campinggas, Lachgas, Feuerzeug, Aerosolverpackung, Feuerlöscher
Gase in ortsbeweglichen Druck(gas)behältern kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz – von der Medizin über chemische Industrie, Lebensmittelherstellung, Forschung und Energieerzeugung bis hin zu Haushaltsanwendungen. Ihre Nutzung ist dabei so vielseitig wie die Stoffe selbst. Eines jedoch haben alle gemein: Ihre Aufbewahrung erfolgt in den unterschiedlichsten Druckbehältern, die nach dem Verbrauch des jeweiligen Gases sachgerecht entsorgt werden müssen. Vermeintlich leere Druckgasbehälter sind jedoch so gut wie nie komplett entleert. Da von vielen Gasen sowie von den unter Druck stehenden Behältern selbst Gefahren ausgehen, sind Gasflaschen, Gaskartuschen und andere Druckgasbehälter in aller Regel als gefährlicher Abfall zu behandelt.
- Medizin: Sauerstoff, Atemdruckluft (Beatmung), Lachgas, Halothan, Enfluran, Isofluran, Narkosegase
- Industrie: Schweißgase (Acetylen, Sauerstoff, Argon), Druckluft (pneumatische Werkzeuge und Maschinen), Stickstoff (Inertisierung von Elektronik)
- Lebensmittelindustrie: Kohlenstoffdioxid (Karbonisierung von Getränken), Stickstoff (Inertisierung von Verpackungen)
- Chemische Industrie: Chlor, Ammoniak, Wasserstoff, Fluorwasserstoff u. v. m.
- Brandschutz: Halon und andere Feuerlöschgase
- Luft- und Raumfahrt: Sauerstoff (Atemgeräte), Stickstoff (Druckbeaufschlagung von Treibstofftanks)
- Freizeit und Sport: Sauerstoff, Stickstoff (Tauchflaschen), Helium (Luftballons), Propan/ Butan (Gasgrill, Camping-Kocher)
Abfallschlüsselnummer(n)
Gase (in Druckbehältern) gehören oft zu den gefährlichen Abfällen:
- 160504* – gefährliche Stoffe enthaltende Gase in Druckbehältern (einschließlich Halonen)
- 160505 – Gase in Druckbehältern mit Ausnahme derjenigen, die unter 160504* fallen
Regelmäßige Wartung notwendig: Feuerlöscher haben eine begrenzte Haltbarkeit. Bauteile und enthaltene Löschmittel können durch die Bedingungen am Aufstellungsort, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Verschmutzung und Erschütterung, im Laufe der Zeit unbrauchbar werden. Daher ist eine Wartung durch einen Fachkundigen alle zwei Jahre für alle Feuerlöschertypen vorgeschrieben (Technische Regel für Arbeitsstätten: „Maßnahmen gegen Brände“, ASR A2.2).
Gase in Druckbehältern aus Medizin, Chemie und Industrie sicher entsorgen
Ob in der Medizin, der chemischen Industrie, im Maschinenbau oder in der Lebensmittelindustrie: Wo mit Gasen gearbeitet wird, fallen stets auch (nicht vollständig) entleerte Druckbehälter als gefährlicher Abfall an. Für diese ergeben sich jedoch besondere Anforderungen an Sammlung, Transport, Recycling und Entsorgung. REMONDIS Industrie Service ist Experte im sicheren und gesetzeskonformen Umgang mit Gasbehältern aller Art. Neben der Bereitstellung passender Sammelbehälter, dem ADR-konformen Transport sowie der Lagerung gemäß Gefahrstoffverordnung und TRGS 510 umfasst dies zum Beispiel auch Vor-Ort-Analysen unbestimmter Inhalte. Durch besondere Bergungsdruckgefäße werden auch beschädigte Druckgasflaschen sicher zu unseren hochmodernen Recyclinganlagen verbracht. Gefährliche Gase werden dort mithilfe spezieller Gaswäscher und Festbettabsorbersysteme neutralisiert.
Wo kann man Gasflaschen, -kartuschen etc. aus dem Haushalt entsorgen?
- (Nur) Restentleerte Druckgasverpackungen (Gaskartuschen, Aerosolverpackungen, Sprühdosen, Feuerzeuge) über den Verpackungsabfall entsorgen
- Für nicht restentleerte Druckgasverpackungen Sammelstellen nutzen: Handel (z. B. Baumarkt), Wertstoffhof, Schadstoffmobil
- Leere/drucklose Gasflaschen für Gasherde, -grille, -kocher etc. beim Kauf eines neuen gefüllten Behälters im Handel abgeben
Auch medizinische Einrichtungen haben mit REMONDIS Industrie Service einen verlässlichen Partner bei der Entsorgung von Gasen und Druckgasbehältern. Mehr erfahren
Entsorgen von Gas in Druckgasbehältern: Weitere Informationen
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