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Warum wir nicht von Sondermüll, sondern von gefährlichen Abfällen sprechen

18.06.2024

Giftmüll, Sondermüll, Problemmüll oder doch gar kein „Müll“, sondern… ja was eigentlich? Wenn es um bestimmte Abfallarten geht, wird es für Laien begrifflich schnell unübersichtlich. Dabei beschreiben die geläufigen Begriffe in der Regel ein und dasselbe, nämlich gefährlichen Abfall beziehungsweise umgangsdeutsch „Sonderabfall“. Dass REMONDIS Industrie Service diesen so und nicht anders bezeichnet, hat einen guten Grund: Abfall ist viel mehr als einfach nur (wertloser) Müll, der irgendwie beseitigt werden muss. Das gilt gerade auch für Sonderabfall. Nur in manchen Regionen gibt es noch einen terminologischen Sonderfall.


Was ist „Sondermüll“?

Die Verwirrung mit den Begrifflichkeiten mag von falschen Vorstellungen herrühren, was Art und Ursprung gefährlicher Abfälle angeht. So kann das „Sonder“ im umgangssprachlichen Sondermüll leicht zu der fälschlichen Annahme führen, dass es sich um etwas Spezielles, Nichtalltägliches handelt. Also um Abfälle, die nur in ganz bestimmten Bereichen anfallen, wie etwa Fässer voller giftiger Chemikalien. Tatsächlich umfassen gefährliche Abfälle jedoch eine riesige Bandbreite an Stoffen, die auch in ihrer Gefährlichkeit stark variieren. Einige davon sind sogar so alltäglich, dass sie praktisch in jedem Haushalt vorkommen – Farben und Lacke zum Beispiel.

Gefährliche Abfälle entsorgen

Was alle Sonderabfälle neben ihrer Gefährlichkeit eint, ist der gesonderte Entsorgungsweg, der sich von dem der Siedlungsabfälle unterscheidet. Gefährliche Abfälle dürfen nicht über die dualen Systeme (Verpackungsabfälle) gesammelt und entsorgt werden, sondern erfordern eine Sonderbehandlung. Privathaushalten stehen hierfür üblicherweise Schadstoffannahmestellen zur Verfügung, die von der Kommune oder von dazu beauftragten privaten Entsorgern betrieben werden. Häufig sind diese Teil von Wertstoffhöfen, teilweise kommen aber auch mobile Annahmestellen zum Einsatz. Auch REMONDIS Industrie Service ist mit den SafetyTruck Schadstoffmobilen, für zahlreiche Kommunen in Deutschland aktiv. Viele Produkte mit gefährlichen Eigenschaften werden zudem im Handel zurückgenommen, wo sie erworben wurden. Für manche Produkte (z. B. Batterien) gibt es zusätzliche Sammelboxen in Geschäften, die diese anbieten.

Für gewerbliche Sonderabfälle werden hingegen in der Regel spezifische Entsorgungsverträge mit Entsorgern abgeschlossen. REMONDIS Industrie Service bietet hier maßgeschneiderte Lösungen für alle Betriebsarten und -größen.

Sondermüll entsorgen: Warum gefährliche Abfälle wertvoll sind

Müll wird oft als nutzlos und wertlos betrachtet. Produkte, die ihren ursprünglichen Nutzen nicht mehr erfüllen und deshalb entsorgt werden, sind jedoch keineswegs wertlos. Deshalb spricht REMONDIS Industrie Service nicht von Sondermüll, sondern von Sonderabfall – zur Verwertung. Viele Abfallarten, besonders die gefährlichen, enthalten nützliche Rohstoffe, die entsprechend behandelt werden müssen.

„Wir sprechen von Sonderabfall oder gefährlichem Abfall, statt von Sondermüll, weil es sich eben nicht um wertlosen Müll, sondern um wertvolle Ressourcen handelt, die wir mit hochmodernen Verfahren recyceln oder einer thermischen Verwertung zuführen.“ 

Markus Krauß, Geschäftsführer REMONDIS Industrie Service

REMONDIS Industrie Service sorgt dafür, dass diese Ressourcen (wieder) nutzbar gemacht werden und so lang wie möglich im Stoffkreislauf verbleiben. Dass auch Sonderabfälle Recyclingpotenzial haben, zeigt sich am Beispiel der quecksilberhaltigen Abfälle: Nach einer thermischen Behandlung in einer Vakuum-Thermische-Recyclinganlage (VTR) kann das zurückgewonnene Quecksilber destilliert und den Betrieben zur Nutzung, beispielsweise für Prüfverfahren, wieder zur Verfügung gestellt werden. Stoffe, die sich aus chemischen, physikalischen oder wirtschaftlichen Gründen stofflich nicht wiederverwerten lassen, werden hauptsächlich thermisch verwertet und zur Energiegewinnung genutzt.

Was ist Problemabfall? Regionale Unterschiede und Bedeutung

Obwohl die gesetzliche Bezeichnung für Sondermüll in der Kreislaufwirtschaft „gefährlicher Abfall“ lautet, gibt es je nach Region noch einen speziellen Begriff: den sogenannten „Problemabfall“. Dieser Begriff erscheint nicht im europäischen oder Bundesrecht, wird aber im süddeutschen Raum, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, verwendet. Dort unterscheidet man bei gefährlichem Abfall zwischen gewerblichem Sonderabfall und Problemabfall aus Privathaushalten. Die Entsorgung und Verwertung von Problemabfall fällt in den Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge, während gefährliche Abfälle hiervon ausgeschlossen sind. Diese Sprachpraxis ist bisher regional begrenzt, könnte sich jedoch in Zukunft auch überregional durchsetzen.

Quelle:

  • Sonderabfallwissen: Kommunen, Wertstoffhöfe, TRGS und der Begriff des Problemabfalls als Sonderabfall-Sonderfall. Link

Bildnachweis: REMONDIS 


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