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Vom Studienabschluss zum ersten Projekt: Traineeprogramm für Nachwuchstalente

17.03.2026

Direkter Berufseinstieg oder Traineeprogramm? Vor dieser Entscheidung stehen viele Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium. Bei REMONDIS Industrie Service stehen grundsätzlich beide Wege offen. Doch immer mehr Studierende entscheiden sich bewusst für ein Traineeship. Denn das auf zwei Jahre ausgelegte Programm vermittelt praxisnahe Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche und Standorte, fördert berufliche Netzwerke und unterstützt dabei, die eigene Rolle im Unternehmen zu finden. Von Beginn an ist das Traineeship auf eine spätere Position mit Verantwortung ausgerichtet. Was dieses Konzept so besonders macht und wie es in der Praxis umgesetzt wird, berichtet Anett Randt, Niederlassungsleiterin aus Freiberg.


Traineeprogramm: Was ist das eigentlich?

Ein Traineeprogramm, auch Traineeship genannt, ist ein systematischer Berufseinstieg für Studierende, die nach dem Bachelor, Master- oder dualen Abschluss Praxiserfahrung sammeln und sich beruflich erst einmal orientieren möchten. Anstatt direkt in einer festen Position in die Arbeitswelt zu starten, lernen Trainees zunächst verschiedene Abteilungen und Standorte eines Unternehmens kennen. Dabei entsteht nicht nur ein umfassendes Verständnis für das Unternehmen, sondern auch für die eigenen beruflichen Stärken. 

„Gerade im Recycling- und Entsorgungsbereich ist ein Traineeprogramm besonders sinnvoll, weil viele Abläufe und Strukturen mitunter sehr komplex sind und in den typischen Studiengängen, die eher generalistisch und theorielastig ausgelegt sind, kaum vermittelt werden“, erklärt Anett Randt den Hintergrund. Sie selbst hat in Leipzig Chemie studiert und arbeitet inzwischen seit über 30 Jahren in der Abfallwirtschaft. 

„Es geht beim Traineeprogramm darum, dass sich die jungen Leute vor Ort mit dem Unternehmen vertraut machen und ihren Platz finden”.

Von Anfang an ganz nah an der Geschäftsführung

Kein Geheimnis ist: Neue Fach- und Führungskräfte besetzt REMONDIS Industrie Service bevorzugt aus den eigenen Reihen – nicht selten aus dem Kreis ehemaliger Trainees. „Trainees sind unsere Zukunft und deshalb von Anfang an Chefsache“, betont auch Nicole Mendel aus dem Personalmarketing und Recruiting. So ist bei jedem Vorstellungsgespräch – ob persönlich oder digital geführt – mindestens eine Vertreterin oder ein Vertreter der Geschäftsführung beteiligt. Im ersten Gespräch geht es darum, die fachlichen Interessen und individuellen Stärken der Absolventinnen und Absolventen kennenzulernen und gemeinsam auszuloten, wie sie im Unternehmen sinnvoll entwickelt und zielführend eingesetzt werden können. Gleichzeitig erhalten die Trainees im Bewerbungsprozess einen genauen Einblick in die Aufstellung, die Werte und die Ambitionen von REMONDIS Industrie Service und seinen Spezialgesellschaften.

Erfahrungen sammeln in Fachbereichen und an Standorten

Wer bei REMONDIS Industrie Service schließlich ins Trainee-Programm startet, durchläuft individuell abgestimmte Stationen an verschiedenen Standorten und in Fachbereichen, um die dortigen Abläufe, Arbeitsweisen und laufenden Projekte genau kennenzulernen.

„Unsere Trainees kommen aus den unterschiedlichsten Studienrichtungen – von Wirtschaftschemie und Betriebswirtschaftslehre über Umwelt- und Verfahrenstechnik bis hin zu Naturwissenschaften. Auch Quereinsteiger sind willkommen, chemische oder naturwissenschaftliche Grundlagen sind aber natürlich von Vorteil. Das zweijährige Programm beginnt immer in der Hauptverwaltung in Lünen. Dort wird zusammen festgelegt, welche Niederlassungen und Bereiche die Trainees kennenlernen“

erklärt Anett Randt.

Als Niederlassungsleiterin des Standorts Freiberg hat sie schon einige Trainees auf ihrem Weg ins Berufsleben begleitet: „Nächste Woche kommt wieder ein Trainee zu uns, übernächste Woche ein weiterer. Je nach Hintergrund und Spezialisierung erstellen wir ein individuelles Programm mit konkreten Aufgaben für die Zeit hier vor Ort. Es gehört dazu, dass unsere Trainees auch mal einen halben Tag an der Waage mithelfen, um einen praktischen Einblick in unser Geschäft zu bekommen. Daraus entwickeln sich dann oft neue Ideen“, erklärt Randt.

Anett Randt, Niederlassungsleiterin Freiberg im Zwischenlager

Zur Person: Anett Randt

  • 1982-1987 in Leipzig Chemie-Studium an der Karl Marx Universität
  • seit über 30 Jahren in der Abfallwirtschaft tätig, seit 1998 Niederlassungsleiterin am Standort Freiberg, der seit 2021 Teil der REMONDIS Industrie Service ist
  • Niederlassungsleiterin des Standorts Freiberg in Sachsen mit 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Sonderabfallzwischenlager, CP-Anlage und Schredderanlage
     

Spannende Projektarbeit – auch international

Nach den Standortbesuchen werden den Trainees konkrete Projekte zugewiesen – je nach Studienschwerpunkt, persönlichen Interessen und eigenen Wünschen. „Letztes Jahr haben wir hier unsere neue CP-Anlage in Betrieb genommen. Unser ehemaliger Trainee Max, der Verfahrenstechnik studiert hat, war sehr interessiert und hat viele relevante und wichtige Fragen gestellt. Deshalb haben wir ihn gefragt, ob er das Projekt länger begleiten möchte. Er hat zugesagt und ein halbes Jahr intensiv mitgearbeitet. Wir haben ihn zu Behördenterminen, Audit-Gesprächen für Entsorgungsfachbetriebe und zu Kunden- sowie Anlagenbaubespechungen mitgenommen. So hat er alle Prozesse kennengelernt und verstanden, worauf es hier bei uns ankommt“, berichtet Anett Randt stolz. Auch internationale Einsätze sind möglich: „Max wollte im Anschluss ein Vierteljahr an unserem Standort in der Schweiz arbeiten. Solche Optionen gibt es – man bleibt im Unternehmen, lernt aber verschiedene Bereiche kennen und sammelt wertvolle Erfahrungen.“

„Man braucht immer jemanden, der einen fördert und unterstützt“

Niemand wird als Führungskraft geboren. Um sich im Berufsleben in der Abfallwirtschaft zu entwickeln, braucht es neben der Praxis ein starkes Team und gegenseitige Unterstützung. Anett Randt weiß aus eigener Erfahrung, wie entscheidend Mentoring und Rückhalt sind: „Als ich 1998 gefragt wurde, ob ich die Niederlassungsleitung übernehmen möchte, hatte ich einen älteren Kollegen, der zu mir gesagt hat: ‚Mach das, das kriegst du hin.‘ Man braucht immer jemanden, der fördert, unterstützt und im Hintergrund mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch andere erfahrene Kolleginnen und Kollegen haben mir geholfen. So wächst man in seine Aufgaben hinein – und daran denke ich immer, wenn heute junge Leute vor mir stehen.“

Für Neueinsteiger ist es besonders wichtig, die unterschiedlichen Teams und Gewerke ganz genau kennenzulernen: „Nach dem Studium kommt man in ein Unternehmen, trifft auf die jeweiligen Abläufe dort, unterschiedlichste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – von Verwaltung bis Gewerbe. Es ist essentiell, die Strukturen eines Unternehmens zu verstehen, um erfolgreich arbeiten zu können. Im Team trägt jede Person wie ein Puzzleteil zum Ergebnis bei. Jede und jeder ist wichtig. Ich versuche unseren Trainees diese Einstellung und die Zusammenarbeit im Team zu vermitteln.”

Warum das Zwischenmenschliche Young Professionals weiterbringt

Theorie bekomme man im Studium genug, weiß Randt aus eigener Erfahrung. Aber wie die Abläufe in der Praxis funktionieren, sei eben noch einmal „eine ganz andere Nummer”: „Es geht im Bereich der Gefahrstoffe und gefährlichen Abfälle um stoffliche Kenntnisse, den Umgang mit Kunden und vielfältige Aufgaben – auch, weil sich Gesetze und Vorschriften ständig weiterentwickeln, beispielsweise im Wasserrecht, Gefahrstoffrecht, Gefahrgutrecht und auch im Immissionsschutz. Die Entsorgungsaufträge müssen ganz korrekt generiert und dann eine fachgerechte Entsorgung durchgeführt werden. Das alles muss gründlich erklärt werden, die Trainees müssen mitgenommen werden. Schulungen sind gut, aber dieses persönliche Erklären und Unterstützen ist aus meiner Sicht entscheidend.“

Und umgekehrt ist es auch spannend: „Oft denke ich mir – stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen, da hast du recht. Die jungen Leute bringen neue Perspektiven ein und gehen auch ganz anders mit digitaler Technik um. Wir können uns also gegenseitig unterstützen. Das macht mir richtig Spaß! Und eben weil das Trainee-Thema bei uns so hoch angesiedelt ist, bekommen Niederlassungsleiterinnen und -leiter wie ich den Freiraum, die Trainees fachlich intensiv zu betreuen.”

Karrierechancen für Trainees durch Generationswechsel

„Viele meiner langjährigen Kolleginnen und Kollegen gehören zur Generation der  Babyboomer, die in den nächsten Jahren in Rente gehen. Das heißt: Es werden viele Stellen frei. REMONDIS Industrie Service legt sehr viel Wert darauf, die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Haus zu entwickeln. Oft wird zuerst in den eigenen Reihen geschaut, wenn Positionen neu besetzt werden. Und es gibt viele spannende und gesellschaftlich wichtige Themen wie Genehmigungsmanagement, Energiemanagement und Nachhaltigkeit in unserer Branche, wo Know-how im Unternehmen gesucht und neue Stellen geschaffen werden”, stellt Randt Studierenden durch das Traineeship in Aussicht.

„Alle Trainees, die bisher hier in Freiberg waren, sind noch immer im Unternehmen. Die Chancen auf Übernahme sind groß, und man kann sich super weiterentwickeln. Gerade im Bereich der gefährlichen Abfälle, in dem wir arbeiten, sind die Möglichkeiten attraktiv. Außerdem gibt es viele Schulungen, inzwischen auch online, und wer Lust hat, kann sogar innerhalb des Unternehmens an andere Standorte wechseln”, resümiert Randt.

Du bist Absolvent eines chemischen oder naturwissenschaftlichen Studiums und suchst eine langfristige Perspektive? Dann bewirb dich jetzt für das Traineeprogramm bei REMONDIS Industrie Service.

Quellen:

  • HReinspaziert: Zwei Wege, ein Ziel: Der Karrierestart als Trainee. Link
  • Trainee-Geflüster: Trainee-Programm oder Direkteinstieg – finde deinen Weg. Link
  • Welt: Trainee oder Direkteinstieg? So entscheiden Absolventen richtig. Link

Bildnachweis: REMONDIS


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