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„Regelmäßige Wartung spart Reparaturkosten” – David Westerkamp über Fettabscheider im Hotel

10.02.2026

In Hotels ist immer Bewegung: Gäste checken ein, genießen das Essen oder entspannen im Wellnessbereich. Parallel tagen große Gruppen, die ebenfalls bewirtet werden. Damit alle rundum zufrieden sind und gern wiederkommen, braucht es hinter den Kulissen nicht nur Organisation, sondern auch Technik, die störungsfrei funktioniert – vom Fahrstuhl über die Klimaanlage bis hin zu Küchengeräten wie Herd und Fettabscheider. Doch wie behält man im arbeitsintensiven Hotelgeschäft die unscheinbaren, aber bedeutsamen Themen wie die regelmäßige Fettabscheider-Reinigung im Blick? Das erklärt uns Hotelinhaber David Westerkamp im Interview.


Lieber Herr Westerkamp, Ihr Hotel blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Wie begann diese?

Unsere Geschichte reicht bis ins Jahr 1860 zurück. Damit zählen wir zu den ältesten Hotels der Stadt Osnabrück. Durch unsere Lage an der Bremer Straße, rund drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegen wir sehr verkehrsgünstig. Das war schon vor 165 Jahren ein entscheidender Faktor: Damals war die Bremer Straße eine wichtige Verkehrsroute für Boten und Marktwagen aus dem „Wittlagischen“ in die Stadt. Für meinen Vorfahren, Bäckermeister Bernhard Westerkamp, lag es daher nahe, hier ein Fuhrunternehmen mit Versorgungsstation für Pferde sowie eine Schankgaststätte mit Beherbergung zu eröffnen. Damit nahm die bewegte und bis heute fortgeführte Geschichte unseres Hauses ihren Lauf.

Wie ist das Hotel Westerkamp heute aufgestellt? Welche Besonderheiten zeichnen Ihr Haus aus?

Wir haben knapp 50 Zimmer, dazu mehrere Veranstaltungsräume, die Platz für bis zu 100 Personen bieten, einen großzügigen Wellnessbereich, eine Kegelbahn und ein Restaurant. Man könnte sagen, wir sind ein klassisches Vollhotel – also Hotellerie und Gastronomie unter einem Dach.

Unter der Woche laufen bei uns vor allem Business-Tagungen und Seminare, am Wochenende dagegen klassische Bankette, Familienfeiern, Geburtstage, Hochzeiten oder Weihnachtsfeiern. Außerdem haben wir ein à-la-carte-Restaurant.

Wir sind ein familiengeführtes Haus, inzwischen in sechster Generation, und legen großen Wert darauf, dass unsere Gäste sich rundum wohlfühlen.

In sechster Generation – das ist wirklich beeindruckend! Welche Familienmitglieder sind im Hotel beschäftigt?

Meine Frau ist natürlich mit dabei, außerdem unterstützt uns unsere Cousine an der Rezeption und die Buchhaltung liegt komplett in Familienhand. Unser Junior ist gerade noch in Ausbildung. Mal schauen, in welche Richtung es für ihn gehen wird.

Insgesamt arbeiten knapp 35 Mitarbeiter bei uns. Unser Team ist langjährig zusammengewachsen und arbeitet Hand in Hand. Besonders schön ist, dass alle Abteilungsleiter schon lange bei uns sind. Das sorgt für ein sehr vertrauensvolles Klima. Und das macht uns auch aus: Unser Haus lebt vom Service und von der Atmosphäre, die wir vermitteln – das ist zu einem großen Teil der Verdienst unseres Teams.

Wir stehen jetzt in Ihrer Küche. Wie viel Personal ist hier an einem normalen Tag im Einsatz?

Unsere Küche ist recht großzügig angelegt. Inklusive Nebenräume und Gänge kommen wir auf etwa 70 Quadratmeter. Heute plant man Hotelküchen etwas kompakter. Wir arbeiten nach der üblichen Aufteilung: eine warme Küche, eine kalte Küche, einen Servicebereich und eine Spülküche. In aller Regel arbeiten hier drei bis vier Personen, ganz klassisch nach den Posten aufgeteilt.

Wie in jeder gewerblichen Küche fällt auch bei Ihnen fetthaltiges Abwasser an. Wer im Team behält dieses spezielle Abfallthema im Blick?

Die Verantwortung für die Küchenreinigung liegt bei unserem Küchenchef. Er ist der Abteilungsleiter und überwacht, dass der tägliche Reinigungsprozess ordnungsgemäß läuft. Die technische Seite koordinieren wir gemeinsam, dabei bekommen wir sehr guten Support von REMONDIS Industrie Service. Circa alle vier Monate gibt es automatisch eine Terminanfrage zur Reinigung des Abscheiders, und dann nimmt das so seinen Gang.

Sie müssen sich quasi um nichts kümmern?

Ja, genau. REMONDIS Industrie Service erinnert uns an die Entleerung. Wir schauen dann, wann diese zeitnah in unsere Abläufe passt. Dann gibt es eine kurze Rückmeldung und die Reinigung wird kurzfristig umgesetzt. Unsere letzte Leerung war vor etwa vier Wochen.

So eine Art Erinnerungsservice für die Fettabscheider-Entsorgung also?

Genau. Für die Leerung des Abscheiders ist ein fester Turnus hinterlegt, über den wir automatisch erinnert werden. Insgesamt kommen wir auf etwa vier Leerungen pro Jahr.

Nach welchen Kriterien wurde der Turnus für die Leerung des Abscheiders festgelegt?

Das hat sich über die Jahre aus unserem normalen Ablauf und den Mengen, die bei uns anfallen, entwickelt. Außerdem gibt die DIN 4040-100 Richtwerte vor. Dazu kommen noch jahreszeitliche Besonderheiten: Im Weihnachtsgeschäft zum Beispiel läuft bei uns die Gastronomie – wie vielerorts – auf Hochtouren, es fällt mehr Volumen an. Deshalb wissen wir, dass wir den Abscheider zu Beginn des Jahres auf jeden Fall leeren sollten. Und so zieht sich das dann durchs ganze Jahr.

Können Sie etwas zur Art des Fettabscheiders sagen?

Unser Abscheider ist erdverbaut und hat ein relativ großes Fassungsvolumen von 2,5 Kubikmetern. Die Anlage wurde Anfang der 90er Jahre installiert. Angeschlossen ist nur die Küche. Zugänglich ist der Abscheider über einen klassischen Gullideckel, der für Reinigungs- und Wartungsarbeiten auch gut mit dem Saugwagen angefahren werden kann.

Gibt es eine bevorzugte Zeit, zu der der Abscheider bei Ihnen gereinigt wird? Und wie läuft die Reinigung ab?

Ja. Die Reinigung erfolgt meist in den frühen Morgenstunden. Wir machen das natürlich nicht während des Küchenbetriebs oder an stark frequentierten Küchentagen, sondern lieber ganz zeitig am Tag und noch bevor wir Gästeverkehr haben.

Die Reinigung läuft dann selbstständig ohne unser Zutun. Wir halten an dem Tag die Parkplätze frei, so dass der Abscheider zugänglich ist. Und dann läuft das – vom Hotel muss  keiner dabei sein.

Nochmal zurück zum Küchenbetrieb: Gibt es Besonderheiten in puncto Fettabscheider? Benutzen Sie spezielle Spülmittel? Und wie gehen Sie mit Essensresten um?

Bei uns gibt es keinen häufigen Personalwechsel; wir arbeiten mit festangestellten Kräften, die die Abläufe gut kennen. Reinigungsarbeiten sind Routinearbeit. Wir verwenden dafür professionelle Gastro-Reinigungsmittel und folgen genauen Reinigungsplänen, die festlegen, was wann gemacht wird. Speisereste werden separat entsorgt.

Alles, was in den Abscheider gelangt, ist Reinigungswasser aus der Produktion, zum Beispiel aus dem Konvektomat. Das kann Gemüsewasser oder Kartoffelwasser sein, natürlich auch ein wenig Fett, etwa von der Gans. Speisefett wird ebenfalls separat gesammelt und entsorgt.

Hotels bilden üblicherweise Rücklagen für Maßnahmen wie Instandhaltung oder den Betrieb technischer Anlagen, zu denen auch Abscheider gehören. Ist das bei Ihnen auch so?

Ja, das gehört bei uns zum eingepreisten Tagesgeschäft. In einem klassischen Hotelbetrieb gibt es ständig etwas zu tun. Ein Hotelzimmer ist schließlich ein Nutzgegenstand. Für alles, was wir an Inventar, Möblierung oder Geräten haben, kalkulieren wir Wartung, Reparatur und Instandhaltung mit ein. Irgendetwas ist immer zu erledigen, das ist ganz normal. Die Kosten für die Leerung und Wartung des Fettabscheiders fallen bei uns unter die laufenden Abfallentsorgungskosten.

Warum ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Fettabscheider zuverlässig funktioniert?

Zum einen geht es um die Funktion selbst: Nur mit einem regelmäßig geleerten und gewarteten Abscheider können wir vermeiden, dass es unangenehme Gerüche im Hotel gibt. Zum anderen spielt natürlich der Umweltschutz, also der Schutz der Kanalisation, eine Rolle. Grundsätzlich gilt, wie bei jeder Maschine: Regelmäßige Wartung ist besser, als nachher eine teure Reparatur zu haben. Das ist auch meine Erfahrung: Wer Wartungen vernachlässigt, dem fällt das früher oder später auf die Füße.

Wer führt bei Ihnen das Betriebstagebuch, und gab es in der Vergangenheit schon besondere Vorfälle an der Abscheideranlage?

Die Dokumentation rund um den Abscheider übernimmt für uns REMONDIS Industrie Service. Im Betriebstagebuch sind alle Arbeiten am Abscheider genau erfasst. Glücklicherweise gab es bisher keine besonderen Vorfälle. Unser Abscheider ist offensichtlich nicht anfällig für Schäden oder Sanierungen.

Einmal im Jahr ist eine Wartung vorgesehen und alle fünf Jahre eine Dichtheitsprüfung, um sicherzustellen, dass kein Fett in die Kanalisation gelangt. Zusätzlich kommt regelmäßig unser Rohrreiniger, manchmal in Kombination mit der Abscheider-Leerung, um alles gründlich zu reinigen.

Wir bewahren sämtliche Unterlagen zu den Arbeiten am Abscheider auf, damit wir bei behördlichen Nachfragen die entsprechenden Nachweise vorlegen können.

Gibt es noch etwas, das Sie anderen Hotels zum Thema mit auf den Weg geben möchten?

Es ist einfach wichtig, sich im Tagesgeschäft aktiv um solche Themen zu kümmern, damit es nicht zu Situationen wie Havarien kommt, die sich nicht mehr einfach regeln lassen und Stress verursachen. Probleme treten oft in ungünstigen Momenten auf – Freitagmittag ist der Klassiker. Das gilt für viele andere Bereiche im Hotelbetrieb auch. Durch den regelmäßigen Entleerungs- und Wartungsturnus, den wir einhalten, bleibt das Thema Fettabscheider im Hotelbetrieb automatisch präsent.

Vielen Dank für das Gespräch!

Hotel Westerkamp in Osnabrück

Bildnachweis: REMONDIS

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